Ja – und?
Menschen mit Behinderung erzählen
Paula Lanfranconi, Text
Ursula Markus, Fotografie
Herausgegeben von Pro Infirmis Zürich
ISBN-13: 978-3-905748-06-2
ISBN-10: 3-905748-06-1
Zwölf Persönlichkeiten mit einer sogenannten geistigen Behinderung erzählen über ihre Kindheit, die Arbeit, den Alltag, aber auch von ihren Gefühlen, Wünschen, Beziehungen.
Wie leben Menschen, die man als geistig behindert bezeichnet ?» Wovon träumen sie? Welche Stärken und Schwächen haben sie ? Welche Hoffnungen und Ängste? Wie sehen sie sich selbst ? Und welche Chancen und Perspektiven bietet ihnen die Integration in Schule und Arbeitswelt ? Mit diesen Fragen haben sich die Journalistin Paula Lanfranconi und die Fotografin Ursula Markus aufgemacht und zwölf Frauen und Männer zwischen 17 und 68 Jahren an ihrem Lebens-, Wohn- oder Arbeitsort besucht. Sie haben zwölf Persönlichkeiten angetroffen und ihre Geschichten festgehalten. Beeindruckend. Überraschend. Erhellend.
Paula Lanfranconi, geboren 1950, ist freie Journalistin. Sie schreibt u.a. für die Universität Zürich und den Tages-Anzeiger. Ihr Hauptinteresse gilt Sozial- und Gesundheitsthemen.
Ursula Markus wurde 1941 in Kolumbien geboren und lebte in Trinidad, Iran, Israel und Australien. Sie hat zwei Töchter, lebt heute in Zürich und arbeitet als freischaffende Fotografin.
Paula Lanfrancoini und Ursula Markus haben gemeinsam die Bücher «Morgen ist alles anders. Leben mit Alzheimer» (2002) und «Schöne Aussichten!» (2007) publiziert.
Bernd Krauss, geboren 1961, Master of Public Health, ist diplomierter Sozialarbeiter ( FH ), und Betriebsausbildner. Seit 10 Jahren leitet er den Bildungsklub bei Pro Infirmis Zürich. «Ja – und ?» wurde auf seine Idee und Initiative hin realisiert.
160 Seiten mit 108 farbigen Fotografien,
210 x 240 mm, fadengeheftete Klappenbroschur,
CHF/Euro 39.80 (inkl. MWSt, plus Porto)
ISBN-13: 978-3-905748-06-2, ISBN-10: 3-905748-06-1
Pressestimmen
«Das Sachbuchtrio», DRS 2: «Was den Autorinnen sehr gut gelingt, ist die Unterscheidung zwischen Gleichmachen und Gleichstellen. Beeindruckend ist die Einfachheit und Klarheit, das Konzept dieses Buches. Überraschend ist es insofern, dass die Andersartigkeit von Menschen mit Behinderung beim Lesen immer weniger ins Gewicht fällt und die Gemeinsamkeit mit uns wichtiger wird. Erhellend ist es, weil es ganz deutlich das Klischee aufbricht.» Hören Sie die ganze Sendung.
Tages-Anzeiger: «Sensible Porträts ohne Sozialkitsch. Die Autorin Paula Lanfranconi findet das richtige Mass zwischen Distanz und Nähe. Die Bilder von Ursula Markus unterstreichen die respektvolle und dezente Arbeit.»
«Buchzeichen», DRS 1: «Das Buch gibt den porträtierten Menschen die Gelegenheit, sich selber darzustellen. Die Vielseitigkeit ihrer Geschichten ist beeindruckend.» Hören Sie die ganze Sendung.
Basler Schulblatt: «Die Normalität des Andersseins wird sowohl in den Fotografien wie auch in den Texten sichtbar.»
Schweizer Familie: «Berührende Worte und eindrucksvolle Bilder. Ein Buch über starke Persönlichkeiten.»
insieme Magazin: «Ein feinfühliges Werk.»
Auszug aus dem Vorwort von Paula Lanfranconi
«Wir waren sehr bald fasziniert von unseren Gesprächspartnern. Die meisten waren ganz anders, als wir sie uns vorgestellt hatten - manchmal schwieriger, oft aber viel zugänglicher. Wie Tobias mit seinem strahlenden Gesicht; er hat es geschafft, in einer Fabrik zu arbeiten. Melissa mit dem roten Seidenbändel, der ihr zum Überlebensfaden geworden ist. Die widerständige Annemarie, die zwei Kinder geboren hat und einfach nicht versteht, warum sie sich kaum melden. Fabian, ein Teenager, der alle betört und mit seinem grenzenlosen Vertrauen immer wieder in gefährliche Situationen gerät. Oder Herbert, der nie in die Schule durfte und jetzt, im Alter, der zufriedenste Mensch der Welt ist. Und etwas zog sich wie ein roter Faden durch unsere Arbeit: Unsere Gesprächspartner wollen so sein wie alle anderen Menschen auch: normal. Viele zeigten uns ein beneidenswert positives Bild von sich selber. Sie sagten: Ich bin in fast allen Sachen gut! Oder zumindest: Ich mache das Beste daraus! Dieses Selbstbild stellte die Geduld der Fotografin auf die Probe, denn die meisten Porträtierten wollten keine Fotos, auf denen ihre Behinderung sichtbar ist. Sie wollen schöne Bilder von sich. Normal sein eben.»
Autoren treffen – Buch erleben
Zu Helden Büchern finden regelmässig Veranstaltungen statt. Aktuelle Termine finden Sie im Helden Veranstaltungskalender.
Diaschau zur Buchvernissage
Pro Infirmis veranstaltete am 31. Mai 2010 die Buchvernissage im Blauen Saal des Volkshauses Zürich.
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